Aktuelles aus dem Freundeskreis

                             Vorbild Carsten Niebuhr
Deutsch-Arabische Gesellschaft vergibt Preis für intern. Kulturaustausch
Den heutigen Bewohnern Meldorfs ist Carsten Niebuhr (1733-1815) vor allen Dingen als Landschreiber Süderdithmarschens sowie als Forschungs-reisender ein Begriff: Eine Plakette an seinem einstigen Wohnhaus, seine Büste vor dem Meldorfer Dom (St. Johannes-Kirche) und Hinweistafeln auf dem Gelände seines ehemaligen Hofes „Niebuhrs Lust“ im Fieler Moor halten die Erinnerungen an den berühmten Bürger der Stadt wach.


Das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf schätzt sich glücklich u.a. im Besitz von Carsten Niebuhrs Messinstrumenten (Spiegeloktant und Astro-labium) zu sein. Eine Dauerausstellung macht auf seine Orient-Reise und bahnbrechenden Messergebnisse im Bereich der Kartographie aufmerksam.


Weniger Beachtung haben bislang jedoch Niebuhrs Eindrücke und Erkenntnisse über die Begegnung mit fremden Kulturen gefunden: Seine Reisebe-schreibungen zeigen, dass er nicht nur eine ausgezeichnete und kritische Beobachtungsgabe besaß, sondern dass er auch eine ungewöhnliche Empathie, Unvoreingenommenheit und Offenheit gegenüber unbekannten und fremden Denkarten und Sichtweisen zeigen konnte. Und er hatte die Gabe sich den Weltanschauungen der Anderen zu nähern und seine eigene Kultur durch fremde Augen zu betrachten.


An Niebuhrs Offenheit und Unbefangenheit - „Neubegierde“ - gegenüber fremden Völkern, an seinen wissenschaftlichen Leistungen sowie an seinem Willen, in unbekannte Welten einzutauchen, können wir uns ein Beispiel nehmen.


Das hat die Deutsch-Arabische Gesellschaft (DAG) zum Anlass genommen, heutige Wissenschaftler/Innen, welche sich um das Verständnis einer den Europäern fernen Kultur verdient gemacht haben, mit dem
Carsten Niebuhr Preis für internationalen Kulturaustausch zu ehren.


2018 wurde der Preis zum ersten Mal verliehen: Er ging an die archäo-logische Fundzeichnerin, Künstlerin und Kunstdozentin Marianne Manda. Ausgezeichnet wurde sie für ihr vielfältiges künstlerisches und wissenschaft-liches Engagement im Orient und Okzident. Als Repräsentantin der Stadt Meldorf, der ehemaligen Wirkungsstätte des Landschreibers Carsten Niebuhr, sprach die Bürgermeisterin, Anke Cornelius-Heide, ein Grußwort.


In diesem Jahr wurde der Orientwissenschaftler Prof. Dr. Walter Sommerfeld (Marburg/Leipzig) für seine ganz besonderen Verdienste um die Bewahrung der Kulturschätze Mesopotamiens während des Irakkrieges mit dem Preis geehrt. Bei der Preisverleihung war u.a. Frank Trende, Abteilungsleiter der Staatskanzlei Schleswig Holstein sowie Initiator und Vorwortver-fasser der Neuauflage von Carsten Niebuhrs
Reisebe-schreibungen nach Arabien und andern umliegenden Ländern (2018 im Verlag Die Andere Bibliothek erschienen), anwesend. In seinen Grußworten

unterstrich er die besondere Bedeutung Niebuhrs für die europäische OrientForschung.

Die diesjährige Preisverleihung wurde von einer kleinen Ausstellung begleitet: Es wurden Carsten Niebuhr Objekte aus der Sammlung des Dithmarscher Landesmuseums gezeigt. Ebenso konnte die Neuauflage der Reisebeschreibungen, deren Herausgabe u.a. vom Freundeskreis Dithmarscher Landesmuseum e.V. unterstützt wurde, eingesehen werden. Die Lektüre der in einem Band zusammen-gefügten weltoffenen Reisebeschreibungen sei jedem, der sich ein Bild von Carsten Niebuhrs wissenschaft-lichen und kulturellen Leistungen machen möchte, ans Herz gelegt. Sie lehrt, dass vor jeder Deutung die Erkundung stehen sollte und vor jedem Urteil die Erfahrung.


Brigitta Rohdewohld (Gast bei der diesjährigen Verleihung)


 
 

Das Foto zeigt nur einen Teil der Teilnehmer¤innen vor der Kunsthalle Bremen.
 
Am 22.06.2019 fuhren Mitglieder und Gäste des Freundeskreises für einen Tag bei strahlendem Sonnenschein nach Bremen. Im Zentrum der Fahrt standen Besuche im Überseemuseum sowie in der Kunsthalle.
Die Ausstellung des Überseemuseums ist so konzipiert, dass die Gruppe mit Hilfe einer Smartphone-App oder einem Mediaguide individuell die Ausstellung erkunden konnte.
Für das leibliche Wohl sorgte im Anschluss daran der Bremer Ratskeller, in dem sich die Gruppe bei einem Mittagessen für eine Führung durch die Sonderausstellung zu 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft stärken konnte.
Um 19 Uhr war der Bus wieder in Meldorf. Viele Teilnehmer¤innen ließen dann noch die Fahrt in einer gemütlichen Runde auf der Terrasse des Restaurants V ausklingen.
Zum Schluss kann festgehalten werden, dass die Teilnehmer¤innen die Fahrt als gelungene Veranstaltung empfunden haben und sich auf das nächste Jahr freuen, wenn es wieder eine Exkursion des Freundeskreises geben wird.

Die Foto zeigt zweite Gruppe der Teilnehmer¤innen in der Ausstellung

 
Weitere Termine:
im September
  Donnerstag, den 19. September 2019 - Eröffnung der
                                   Sonderausstellung:    "Museen brauchen Freunde -
         15 Jahre Förderung durch Filemann AG und 10 Jahre Freundeskreis DLM e.V."
im November/Dezember

  Samstag 30. November und Sonntag 1. Dezember 2019 -
                                    Weihnachtsmarkt im Museum






Freundeskreis- und Schelch-Tassen: je 5 € 






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FREUNDESKREIS
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